Die richtigen Sportschuhe – Laufschuh vs. Gym

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Jul 3rd
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Heute möchte ich mal über eine nicht ganz unerhebliche Sache beim Sport schreiben: die richtigen Schuhe.
Ganz vorab: Jeder hat seine individuellen Vorlieben und Bedürfnisse in Sachen Sportschuhe, auch Gewicht, Statur und Fußformen spielen eine wesentliche Rolle. Was für den einen der perfekte Schuh ist, kann für den anderen die Hölle auf Erden sein. Auch wenn man theoretisch natürlich auch barfuß Sport treiben kann, kann der richtige Schuh einen zu noch mehr Leistung bringen, und den Fuss vor Verletzungen schützen.

Ich habe für mich bereits vor längerer Zeit den wirklich perfekten Laufschuh gefunden. Seinerzeit bin ich in Berlin zum Laufshop „Lunge“ (www.lunge.de) gegangen und habe dort mit einem wirklich sehr netten und kompetenten Mitarbeiter etliche Laufschuhe ausprobiert.
Bedingung war: Sie müssen bequem sein, mein Hallux Valgus (vorstehender Ballen) muss genug Platz haben, bzw. darf nach dem Laufen nicht weh tun, und er durfte nicht aus Leder sein.
Foto-2Tatsächlich war der letzte Punkt der einfachste, stellte sich doch heraus, dass die meisten großen Marken komplett auf Synthetik Schuhe umgestellt haben.

Durch Laufband und Videoanalyse habe ich mich für den Asics Gel GT-2170 entschieden.

Das tolle ist, das es die Damenvariante auch in wirklich großen Größen gibt, da die meisten Laufschuhe immer ein bis zwei Nummern kleiner ausfallen, muss ich da sogar eine 44 tragen. Das ist bei den meisten Damenmodellen Schluss. Aber ein Damenschuh ist eben doch immer noch besser auf den Damenfuß abgestimmt als ein Männerschuh. Von daher wirklich ein Glücksgriff, dass es dieses Modell auch in so großen Größen gibt. Der Schuh ist perfekt gepolstert bietet aber gleichzeitig eine relativ gute Flexibilität für das laufen und stützt den Fuss an den richtigen Stellen. Wenn man in den Schuh hereinschlüpft, will man am liebsten gleich losrennen, und fühlt sich sofort unglaublich sportlich. Für mich wirklich der perfekte LAUFSCHUH zum joggen, und an Bequemheit nicht mehr zu übertreffen.

Aber jetzt kommt das große aber: ABER für mich für das Fitnessstudio absolut ungeeignet. WEIL: Durch die Form und Polsterung der Ferse ist die Sohle hinten schräg abfallend was es sehr schwierig macht, die Füsse parallel übereinander zu liegen. Genau das ist aber zum Beispiel beim Side Plank nötig. Es fällt mir relativ schwer so die Übung ordentlich auszuführen, da immer irgendwie ein Fuß wegknickt und ich so keine Stabilität habe. Gerade Körperübungen, bzw, das was weitestgehend unter „Freeletics“ bekannt ist, fällt durch die starre Sohle des Laufschuhs recht schwer. Die Sohle muss natürlich stabil sein, damit man sich draussen auf der Strasse beim joggen keine Glasscherben o.Ä. eintritt. Im Fitnessstudio liegen die aber eher selten rum, sodass man hier getrost auf eine wesentlich schmalere Sohle setzen kann.
Foto-1-1Ein bisschen Recherche brachte mich auf den Nike free. Ich hatte schon einmal Nike Frees vor ein paar Jahren, habe sie als Laufschuhe benutzt, wofür sie auch ursprünglich entwickelt wurden, und sie für mich als völlig ungeeignet verbucht. Da ich eben durch meinen Hallux Valgus mehr Dämpfung beim Laufen benötige, hat mir dieser Schuh mit der dünnen Sohle nur Schmerzen verursacht. Abgesehen davon habe ich den in meiner wirklichen Schuhgröße gekauft, also mindestens zwei Nummern zu klein… Da ich bei meiner Recherche auf der Suche nach dem perfekten Fitnessstudioschuh aber immer wieder auf die Frees gestoßen bin, beschloss ich, ihnen nochmal eine Chance zu geben.
Das Konzept der Nike Free Schuhe ist eine dünne Sohle mit so wenig Dämpfung wie möglich, um ein möglichst natürliches Laufen zu gewährleisten, auf dass sich der Körper auch einstellen soll. Durch die dünne Sohle wird er gleichzeitig aber sehr interessant für das Gym, da sich der Schuh quasi wie eine Socke verhält: Man spürt ihn kaum und er schränkt nicht ein.

Spätestens nach meinen drei fehlgeschlagenen online Bestellungen empfehle ich jedem selbst in ein Fachgeschäft zu gehen und dort die Schuhe anzuprobieren. Denn allein die Größenangaben variieren schon so sehr, dass es es fast unmöglich macht, beim ersten Schuh einen Volltreffer zu landen. Außerdem kann einem eine kompetente Beratung helfen, in dem Überangebot an Turnschuhen einen Durchblick zu kriegen.

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Also bin ich zielstrebig zu Niketown am Kudamm, und wollte meinen Gymschuh. Dort erfuhr ich, das ist sogar eine extra Fitnessstudio Ausführung des Nike free gibt. Eine eben noch etwas dünnere Sohle mit gleichzeitig stabileren Halt am Gelenk: Den Nike free 5.0 Train. Cool. Leider hier mal wieder bei den Damenschuhen Schluss bei Größe 43. Also wieder ein Männermodel. Die fallen alle aber so klein aus, dass ich letzten Endes mit einer 44 nach Hause gehen. Im echten Leben habe ich übrigens Schuhgröße 41/42…..

Das funktionelle Sportschuhe zum Sterben hässlich sind, muss ich ja nicht extra erwähnen… Die Bilder in diesem Blogpost sprechen ja für sich…

Um das kleinste Übel zu wählen, habe ich mich für schlichtes, monochromes schwarz-weiß entschieden. Wenn man beide Schuhe direkt miteinander vergleicht, sieht man gleich die Unterschiede, und auch, dass sie für absolut unterschiedliche Zwecke gemacht wurden: Der Nike free hat im Gegensatz zum Asics Gel durchgängig gerade Übergänge und Abschlüsse, was es eben einfacher macht, die Füße zusammenzubringen, aufeinander zu stützen, etc. Vorne hingegen ist der Free breiter, um einen festeren Stand zB beim Gewicht heben zu haben, und der Asics lädt gerade nur so zum Abrollen und Loslaufen ein. Die Reflektoren des Asics wird man im Gym vermutlich ebenfalls nicht brauchen….

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Das Prinzip „der Socke“ ist sogar soweit umgesetzt, dass es nicht mal mehr eine richtige Lasche gibt, sondern der Schuh quasi „eins“ ist.

Foto-3Das erste Training mit den neuen Frees ist bereits absolviert und ich finde sie wirklich gut. Das Laufen auf dem Laufband wird zwar nie bessersein als mit meinen Asics, aber sämtliche Übungen im Gym gehen nun viel flüssiger und intuitiver und ich bin mir nicht mehr selbst im Weg.

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