The Green Christmas Market

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Dez 15th
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image8-e1418597499302-768x1024Oooohhhh was hab ich Schlechtes im Vornherein gehört… „Ewig lange Schlange“, „Dann muss man auch noch Eintritt zahlen“, „das  Essen war abends schon alle“, „Hipster mit Pelzkragenmänteln“, „Hundeverbot auf einem veganen Weihnachtsmarkt, wie kann das sein?!“, „Schon wieder anstehen für Essen  und Trinken“ „Viel zu voll und viel zu kalt“, „Nie wieder“ ….  Nun ja, zum Glück bin ich jemand, der sich immer seine eigene Meinung bilden will und so haben wir uns heute in einem kleinen Grüppchen aufgemacht, den „Green Christmas Market“ – einen rein veganen Weihnachtsmarkt im Glashaus (Arena) in Berlin – zu entern.

All den Warnschreien zum Trotz oder besser – gerade deswegen – machte ich mich auf Schlange stehen und frieren gefasst. Die Schlange war da, aber so schnell wie wir dann am Einlass waren, glich das Ganze eher einer kleinen harmlosen imageNatter.  Ich trug meine lederfreien gefütterten Deichmann-Stiefel, in denen ich vermutlich sogar bei -100 Grad schwitze, und meine harte Winter erprobte Funktionsjacke. Ich war hart vorbereitet. Was sich beim Betreten des Glashauses aber sofort darin äußerte, dass ich meine Jacke verächtlich von mir warf, da es dort angenehm warm war!  Insofern waren die ersten beiden Dämonen – Anstehen und Frieren schonmal erledigt.
imageHundeverbot gab es auch, aber das hatte ich ja nun vorher schon mitbekommen und ganz ehrlich – mein Hund kann sich sicher schöneres vorstellen als zwischen lauter Menschenfüßen eingepfercht zu sein… Und so wäre ich ohnehin nicht auf die Idee gekommen meinen Fellfreund mitzubringen… Ich gehe davon aus, dass das auch kein Verbot ist was sich die Veranstalter ausgedacht haben, sondern vom Veranstaltungsort selbst ausgeht.

Betritt man das Gelände weiß man erstmal nicht so recht wohin, da kommt der Wegweiser also gleich gelegen! Im Glashaus selbst wartet ein kleiner Schneemann auf einen  und man betritt eine kleine wirklich liebevoll dekorierte Halle mit Ständen, die einen an eine  kleine Gasse erinnert. Für’s richtige Schnee-knirsch-Feeling unter den Schuhen wurde sogar Sand ausgestreut.

imageWie in einem guten alten Disneyfilm flogen wir quasi unserer Nase nach zum Stand von „No Milk Today“ die mit frisch gebackenen Waffeln lockten. Dort war dann -oha!- eine Schlange zum Anstehen. Da ich ja in netter Gesellschaft war, verging aber auch diese Anstehzeit und man wurde mit ausserordentlich leckeren, knusprigen und dennoch fluffigen Waffeln belohnt!! MJAMM!! Und überhaupt und sowieso, die hatten ne Art freischwebendes Waffeleisen, das sich hin- und her wog und drehte um eine optimale Wärmeverteilung zu gewährleisten. Voll gut. Allein dafür hätte ich mich schon angestellt!

Ca-ra-zzyy Waffeleisen!

Ca-ra-zzyy Waffeleisen!

Kommt auf meine sehr lange Wunschliste der sinnlosen Dinge die ich unbedingt irgendwann mal besitzen muss. chrchrchr…

Überall gab’s was zu gucken und zu futtern und am Ende des Ganges liefen alte schwarzweiß-Hollywood Weihnachtsfilme! Was für eine coole Idee, bringt doch sowas gleich mein nostalgisches Vintage-Herz zum hüpfen!
imageVorbei gehts an Ständen mit fairtrade und veganer Kosmetik, Schmuck, Eingekochtem und Selbstgebackenem. Dort entdeckte ich auch den Stand von loveco, einem neu eröffneten Laden mit fair gehandelter und ökologischer Mode in der Sonntagstrasse 29 in Berlin. Klingt für manch einen erstmal unsexy, aber wow – sie hatten den olivgrünen Parka von hood lamb dort!! Der steht auf meiner ebenfalls sehr langen „Wunschliste der allerdings sehr sinnvollen Dinge die ich irgendwann unbedingt mal besitzen muss“ – ganz oben. Und wenn ihr den erstmal gesehen und angefasst habt, werdet ihr wissen WIE GUT sich recycelte PET-Flaschen und Textilien aus Hanf anfühlen und aussehen – Nämlich echt SEXY!
imageDer nächste Stand war von Justin P. Moore, der  „The Lotus & The Artichoke“ rausgebracht hat. Ich habe dieses Kochbuch mit authentischen (veganen) Rezepten aus der ganzen Welt bereits vor einer ganzen Weile im Veganz gekauft und habe vor ca 2 Jahren zur Weihnachtszeit die „Gulab Jamuns – indische Teigbällchen in Sirup“ ausprobiert, was ich Justin gleich ganz begeistert vortragen musste. Nach einem beherzten Smalltalk wusste ich nun, dass Justin „eigentlich“ Künstler ist und seine Buchcover und seinen Merchandise selbst mit Holzschnitten entworfen hat, was mich sehr beeindruckt hat, denn der Stil ist wirklich großartig! Sein neuestes Werk „The Lotus and The Artichoke: Mexico!“ fand sogleich seinen imageWeg in meine Handtasche, natürlich nicht ohne eine kleine Signatur des Künstlers. Ich freu mich jetzt schon drauf, die Rezepte auszuprobieren und kann euch nur die Bücher empfehlen! Die Tatsache, dass er drei Stunden später bereits ALLE Bücher vor Ort verkauft hatte, spricht für sich! :)

Beglückt mit den ersten erfolgreichen Shoppingerlebnissen, schlenderten wir in den Nebenraum. Vorbei an einem kleinen Extrabereich in dem sich Kinder kreativ dem Basteln und Malen hingeben konnten, ließen wir uns nieder und erfreuten uns an kleinen liebevoll selbstgebastelten Zeitungstannenbäumchen die die Tische zierten.

Die Weihnachtsmarktgang

Die Weihnachtsmarktgang

Wirklich, überall wo man hinschaute, konnte man sehen, wie sehr sich die Veranstalter bemüht haben, alles hübsch und festlich zu dekorieren. Es folgten köstlicher Glühwein, Blätterteig-Bratapfel-Vanillesaucen-traumhaftes-Irgendwas von Laauma, Süßkartoffel-Fritten mit Dip, vegane Ketwurst, indische Mischmaschplatte mit Pakora und Dal und noch mehr Glühwein….. NEIDISCH? Könnta.

imageDamit all das Schöne auch Zuhause noch anhält, habe ich mir noch einen sehr sehr köstlichen Dinkel-Marzipan Stollen von „Annelieses Weihnachtsstollen“ und ein Glas voll leckerster Kekse von Laauma mitgenommen.

Wir hatten einen wirklich schönen und entspannten Nachmittag mit großartigem Essen und netten Menschen in einer sehr gemütlichen und herzlichen Kulisse und ich kann einen Besuch beim Green Christmas Market wirklich nur empfehlen Nächsten Sonntag habt ihr nochmal die Gelegenheit!
–> anklicken und hingehen <–

 

 

 

 

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